Es war einmal ein Duschgel und all seine Freunde…

Die Geschichte nahm ihren Anfang als ich feststellen musste, dass mein „ganz normales“ Duschgel Mikroplastik enthält.

Aber ich muss noch etwas weiter ausholen: ich sass auch mal einen Abend ohne Kinder und dem damit verbundene Programm vor unserem großen Bildschirm und mir wurde eine Dokumentation zum Thema Mikroplastik über YouTube angeboten.

Das Thema interessiert mich, da wir drei wirklich große Liebhaber der Meere sind und uns zudem gerne aus diesen ernähren. Mikroplastik hatte ich bis dahin hauptsächlich als Problem von Frauenkosmetik-Produkten, wie Peelings verstanden, fühlte mich also nicht betroffen. Wozu sollte man sich Plastik auch sonst auf die Haut schmieren?

Noch während der Doku fand ich im Appstore CodeCheck, gibt’s auch für Android, ging ins Bad und scannte alles was einen EAN-Code hatte.

Erster Schock: mein Duschgel und viele andere eingesetzte Produkte enthielten Mikroplastik!

Nicht mehr zeitgemäß…

Zweiter Schock: praktisch alle Produkte (auch die meiner Kinder) enthielten Stoffe die als gesundheitsbedenklich, teilweise mit dem Verdacht hormonverändernd zu sein eingestuft werden. Als kleine Rechtfertigung: alle Kinderprodukte waren Produkte anerkannter Marken, aus dem mittleren bis hohen Preissegment.

besser…

Aber nochmal zurück zu meinem Duschgel und all seinen Freunden. In der App konnte ich Produkte suchen, die weniger bis nicht bedenklich waren und die kein Mikroplastik enthielten. Für den Moment angekommen war ich bei der blauen „Men-Serie“ von Weleda. Duschgel, Deo und Rasierschaum wurden ersetzt. Eine wirkliche Umwöhnungsphase gab es nur beim Deo, das Flüssig ist, gerollt und nicht gesprüht wird und der Rasierschaum ist halt eher eine Creme. Aber alles kein Problem.

Ein neues Shampoo kaufe ich maximal alle zwei Jahre, ich brauche frisurbedingt wirklich wenig von dem Zeug und so ging ein halbes Jahr ins Land bis ein neues Shampoo auf der Einkaufsliste landete. Aber das war dann gar nicht so leicht: es gibt kein Shampoo aus der blauen Serie von Weleda. Ich hätte aber gerne auf einen weiteren Duft verzichtet.

Wieder ein Abend mit YouTube. Und nachdem ich schon vor einem guten Jahr eine Seife geschenkt bekam, die ich damals nicht wirklich gewürdigt hatte kam mir die Aleppo-Seife auf den Bildschirm.

Sowas gibt’s bei uns weder in der Drogerie noch im Biohandel, daher habe ich mir eine bestellt. 60% Olive, 40% Lorbeeröl (nachdem ich eher trockene Haut habe). Schön sieht das Ding nicht aus wenn man es auspackt und auch der Geruch wirkte erst nicht einladend. Gibt man der Seife aber ein klein wenig Zeit, offenbart sie einen ganzen Strauß an Vorteilen.

hätte ich nicht geglaubt, ist aber klasse.

Die Vorteile der Aleppo-Seife:

  • kaum Verpackungsmaterial
  • ersetzt Shampoo, Duschgel und Rasierschaum
  • wirklich tolles Reinigungsgefühl
  • wäscht sich schon mit geringem Wassereinsatz wieder komplett runter (meine Duschgels hinterliesen immer einen vermeintlich cremenden Belag (auch das von Weleda))
  • nach dem Abduschen neutraler Geruch
  • deutlich weniger bis kein Bedarf an Creme mehr nach dem Duschen
  • völlig ohne Farbstoffe, künstliche Aromen, Parfüme, Stabilisatoren oder andere synthetische Stoffe

Was soll ich sagen? Ich bleib dabei und freue mich wirklich diese Lösung für mich entdeckt zu haben. Ich bleibe aber noch bei meinem Weleda Deo, dafür habe ich noch nichts besseres gefunden.

Und die Kinder? Wir sind zusammen zum lokalen Drogerie-Markt gefahren, die Mitarbeiter waren wirklich freundlich und hilfsbereit, empfahlen Produkte die mit „sensitiv“, „natürlich“ oder „bio“ warben. Dem Scanner in Kombination mit dem Geruchsempfinden der Kinder hielt wenig Stand, so haben jetzt drei DM-Mitarbeiterinnen auch diese App und nach etwas Recherche zeigen auch unsere Kinder-Bad-Utensilien einen kreisrunden, grünen Kringel 😎.

Die Aleppo-Seife ist ein eindeutiger Anwärter auf die Kategorie „Lieblingsstücke„!

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