Projekt Z: Willkommen Nero

Es war einer dieser Abende die man nie vergisst. Mit Freunden, am Gardasee, bis tief in die Nacht. Unsere Entscheidung wurde unbesehen getroffen.

Wir, ich im Speziellen gehen seit Wochen, Monaten mit dem Gedanken schwanger einen Hund in unser Leben zu holen. Ich durfte gerade in den letzten Monaten viele tolle Menschen mit ihren Hunden kennenlernen. Wir haben viel gesehen, viel gelernt und irgendwann habe ich zur völligen Überraschung meiner Tochter ja gesagt.

Es war Pfingsten, wir hatten Zeit, durchsuchten aus Italien die Webseiten unzähliger Tierschutzorganisationen. Irgendwann fiel uns ein Hund auf, wir schrieben eine feurige Bewerbung und bekamen eine ebenso eindrucksvolle Rückmeldung. Leider aber eine Absage, wegen unserem Leben, unseren Reisen. Ein Aspekt den ich für einen eindeutigen Vorteil halte.

Eigentlich unfair so ein Foto?

Wir beschlossen den Spieß umzudrehen und gaben eine Suchanzeige auf. Mit der Menge an Reaktionen hatte ich nicht ansatzweise gerechnet, aber wir hatten unabsichtlich die Büchse der Pandora geöffnet. Wir hätten ohne Probleme jede Art von Tier bestellen können. Das kein Bestellformular übermittelt wurde wundert mich immer noch.

Aber es gab auch eine Reaktion aus der Heimat, eine Empfehlung, ein paar Bilder und eine Entscheidung. Und so sassen wir in Italien, hatten eine tolle Zeit mit unseren Freunden und Nele füllte die Namensfindungsliste mit den Ideen der abendlichen Runde. Wir übersetzen was das Zeug hält und wollten eigentlich längst Richtung Bayerischer Wald unterwegs sein, um Projekt Z endlich abzuholen.

Die Freude ist bis heute geblieben, ebenso wie die quietschende Stimme wenn Nele Nero wiedersieht 🤪

Leider hatten wir für die Abholung und die erste Eingewöhnung nicht so viel Zeit wie geplant, die zugesagten Papaferien wurden leider verkürzt. Die Aufregung war nahezu unendlich, der erste Besuch mit Projekt Z im Fressnapf eine Offenbarung. Wir hatten ein neues Familienmitglied, das sofort und ich meine sofort bei uns angekommen war.

Vermutlich war es bei der Übergabe schon klar, aber Projekt Z hiess plötzlich Nero, der Name des Züchters lautete Blacky, der Bezug zu Italien war da, das passte. Einem Menschen ist sogar aufgefallen, dass es eine gewisse Häufung an wichtigen Namen in meinen Leben mit vier Buchstaben gibt 👍.

Tja und was soll ich sagen? Nero ist seit 6 Wochen bei uns, mit uns, immer. Er ist gekommen um zu bleiben, mit uns zu leben, immer dabei zu sein, so wie wir nie ein Familienmitglied zurücklassen würden. Nach einer einwöchigen Eingewöhnung lebt er unser Leben mit, reist bereits kleine Touren, campt, trifft Unmengen an Hunden, Menschen und macht das wirklich gut.

Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben und Nele ist da ganz vorne mit dabei (mein größten Respekt), aber auch für Paul ist Nero eine wichtige Erfahrung. Er lernt es sich durchzusetzen, stop zu sagen und zwar ohne zurückzuschlagen wie es ihm leider für Probleme im Kindergarten empfohlen wurde 👎.

Wenn ich mit Nero Paul vom Kindergarten abhole sagt Paul nicht mehr „ich hab Dich lieb“ er sagt“ ich hab euch lieb“, warum erklärt er gleich im Anschluss, hätte er aber nicht müssen. Nero bekommt nichtmal Ärger wenn er nicht in adäquater Zeit antwortet!

Wir alle haben noch viel zu lernen, aber wir sind mit Feuereifer dabei. Nero ist viertes Mitglied unserer kommenden Expedition und unserer weiteren Abenteuer, wir freuen uns auf alles was kommt!

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