Türkei-Reise 2015: die ersten Tage

Die Grenzen entlang des Autoputs sind keine Herausforderung mehr für uns. Ausgerüstet mit gültigen Reisepässen und einer grünen Versicherungskarte sowie dem Fahrzeugschein ist die einzige verbleibende Frage ob wir neue Stempel in unsere Pässe bekommen. Die Ein- und Ausreise in die Türkei ist da schon eine andere Hausnummer…

aber wie letztes Jahr lief es auch dieses Jahr ohne nennenswerte Probleme und die kleine Wartezeit vertrieben mir einige türkische LKW Fahrer, die mich freundlich als sehr wohlhabend einschätzten, nachdem wir ja wohl für drei Kinder Kindergeld erhalten 😉

Die Freundlichkeit der Türken hatte uns schon letztes Jahr begeistert und begann dieses Jahr spätestens beim Übersetzen mit der Fähre von Canakkale auf die asiatische Platte. Auf der Überfahrt die nur ca. Euro 10.- kostet erfuhr ich viel über das Leben von Türken die in Deutschland arbeiten, aber immer mit mindestens einem Fuß (sprich Haus) in der Türkei geblieben sind. Vor lauter Gespräch hatte ich völlig verpasst, dass die Kinder in der Zwischenzeit von einem Türken das Zählen bis 5 auf Türkisch gelernt hatten.

Unsere erste Übernachtung auf der asiatischen Platte verbrachten wir in dem wunderen, grünen Garten des Autocamps bei Burhaniye. Die wohl schon eine Weile nicht mehr funktionalen sanitären Einrichten konnten uns dabei nur kurz schocken, was blieb war ein tolles Abenteuer.

Weiter ging es am nächsten Morgen an der Küste entlang Richtung Süden. Unser unerschrockener Navigator Lena hatte sich eine besondere Überraschung für diese Etappe ausgesucht und so bogen wir bald von der Landstrasse ab und fuhren auf einem Pfad rund um und irgendwie auch durch eine riesige Raffinerie. Wäre das Wasser in den Pfützen des Pfads nicht so dreckig gewesen hätten man anhand der Größe der Gewässer auf Lebewesen im Wasser schliessen können.

Fast ein Wunder, dass der Defender nicht dreckiger wurde.

Der Jubel brach nicht ab, als die Motorhaube des Defenders immer wieder im Matschwasser verschwand (wirklich nur leicht übertrieben) und so vergingen die Kilometer wie im Flug.

Auf dem Weg kauften wir noch in einem kleinen Kramerladen ein, der sich auf die Bedürfnisse der Truckerfahrer rund um die Raffinerie spezialisiert hatte und dadurch eher wie eine Spirituosen- und Tabakhandlung wirkte, aber für das nötigste reichte es.

Spülen in einer anderen Dimension.

Belohnt wurden wir mit einem Campingplatz der uns eine einsame, malerische Bucht ganz für uns allein anbot. Das Meeresrauschen und der Blick aufs Meer war auch diese Nacht unser ständiger Begleiter.

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