Traumkamera verkauft und eine perfekte Lösung gefunden

Ich war lang (und bin) ein Fan der Canon 5D Reihe, besonders nachdem ich unsinnige Experimente mit kleinerformatigen Bildwandlern und schlechten Objektiven gemacht habe. Aber unsere 5D Mark III habe ich verkauft…

Nach diversen Point-and-Shoot Kameras (fast immer Sony), die durch die festen Verbindung von Bildwandler und Objektiv wirklich zumeist gute Ergebnisse brachten, wagte ich irgendwann den Einstieg in die Liga der digitalen Spiegelreflexkameras. Angefangen mit diversen kleinen Canons und Objektiven von Drittanbietern war der erste wirkliche Lichtblick eine Canon 5D mit Canon Objektiven der L-Klasse und fester Lichtstärke.

Ab da konnte ich von dieser Kombination nicht mehr lassen, ging den Weg weiter über die Mark II, die Mark III. Alle 5Ds waren geniale Kameras, aber die Innovationen liessen nach und der Drang über Erweiterungen nachzurüsten nahm überhand.

Zum Jahreswechsel wagten wir dann das Experiment: wir haben eine Canon 5D Mark III inklusive dem Canon GPS-Tracker GP-E2 verkauft und eine Canon 6D gekauft.

Und ich kann es nicht anders schreiben, ich bin hin und weg!

Die Kamera verbindet die Vorteile des Vollformat-Sensors mit modernem Schnickschnack wie WLAN und GPS. Alles zusammen aber in einem Paket, das sich auf das Fotografieren und nicht den Schnickschnack konzentriert.

Nun kann ich fotografieren wie ich es gewohnt bin, ich habe eine hohe Lichtausbeute, einen wunderschönen Verlauf der Tiefenschärfe, eine präzise Darstellung der Inhalte, ganz so wie ich es mit den 5Ds gewohnt war.

Aber ich habe jetzt noch mehr: die 6D schreibt meine Standortpositionen unbemerkt in jedes neue Foto. Ich kann die Kamera per iPhone/iPad ansteuern, bedienen und auslesen.

Und gerade das Tracking hat es in sich. Heute haben wir das GPS, auf dem Weg zu einem Möbelhaus (fragen hierzu gerne an meine Frau) getestet. Den Hinweg verbrachte die Kamera im Tracking Modus wohl behütet in Lenas Händen. Den Rückweg aber eingesperrt in der Chubby-Box (mit Plastik bezogene Sperrholzkiste, die auch als Mittelarmlehne dient) des Defenders, der durch Blech und Alu sicher wenig Möglichkeiten der Aussenverbindung bietet.

Hier ein kleiner Beleg in Form unserer nahezu perfekt aufgezeichneten Hin- und Rückrunde:

Tracking

Das Ergebnis war für mich mehr wie überraschend:

  • ich konnte die erfassten GPS Daten über das Kamera-Menü auf die SD Karte kopieren und die Daten ohne Canon-Tools auslesen (was ich beim GP-E2 nicht geschafft habe (Silverlight würde ich mir nie installieren, sonst hätte ich mir ja keinen Mac kaufen müssen))!
  • die Daten waren trotz der nicht vorhandenen Sicht auf die Satelliten nahezu perfekt!

Es mag einige Nachteile der Canon EOS 6D geben:

  • niedrigere Auflösung im Vergleich zu anderen vollformatigen Kameras (ist mir bis jetzt nicht negativ aufgefallen)
  • etwas langsamere Bildverarbeitung (hat sich nicht negativ bemerkbar gemacht, ich fotografiere aber eh keine Dinge die mir zu schnell sind)
  • weniger Fokuspunkte (manchmal ist einer mehr)
  • maximale minimale Belichtungszeit 1/4.000 (das ist aus meiner Sicht der einzige Nachteil, da dies wohl auf eine einfachere Mechanik hindeutet).

Aber oder gerade deswegen würde ich den Wechsel jederzeit wieder machen und freue mich schon auf unsere ersten Ausflüge über die Grenzen der lokal erreichbaren schwedischen Einrichtungshäuser hinaus!

Disclaimer: Ich maße mir nicht an eine Kamera in dieser Klasse testen zu können. Sehr wohl kann ich aber bewerten was ich sehe und was mir zudem Spaß macht ;-). Denke die Jungs können es.

2 Kommentare

  1. Eine höchst zielgerechte und nützliche Beurteilung für Canon und GPS-Jünger! Ein direkter Vergleich mit der Nikon D600 in der zugegebenermaßen etwas umständlichen Kombination mit dem aufgesteckten Geotagger N3 von Solmeta scheitert daran, dass ich nicht mehr zur Zielgruppe des genannten Möbelhauses gehöre … Trotzdem, toll.

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