Silvester in London

Alles anders als geplant, weil es einfach besser ist ✌️

Die Kinder werden größer, der Wunsch Silvester in London zu verbringen entstand schon früh im letzten Jahr. Aber es erschien als zu viel für eine unserer 24-36 Stunden challenges. Also für uns untypisch einen Kurzurlaub geplant.

Nele allen voran, größte Herausforderung ein bezahlbares Hotel, für einen Erstklässler, zwei Teenies und einen Erwachsenen. Das erste Hotel das wir freudig gebucht hatten lag dann auch prompt in einem London wo ganz anders auf der Welt, im zweiten Anlauf hatten wir aber echt Glück und eine Reservierung.

Kurz vor Abfahrt hatten wir noch ein kleines Problem mit einem Reisepass, aber das war lösbar und wir starteten mit nur 5,5 Stunden Verspätung in unser Abenteuer. Wir hatten gelesen, dass man die Zugtickets für den Eurotunnel nicht verbuchen müsste und mit der späten Abfahrt war das auch unser Glück.

Weniger Glück hatten wir dann am Kanaltunnel. Die raue See, die Weihnachtszeit hatten dazu geführt, dass alle Züge für diesen Tag ausgebucht waren. Also doch Fähre, auf rauer See. Bin mit Nele die ganze Überfahrt spazieren gegangen um von den Wellen abzulenken.

Geplant hatten wir ca. 12 Stunden Fahrzeit, nach 16,5 Stunden enterten wir das Hotel.

Unser Abenteuer London startetet einem typisch englischen Frühstück. Die Frage welche drei Dinge man unbedingt gesehen haben müsste an den Inhaber führte zu einer Verzögerung im Tagesplan von gut 30 Minuten. Alle Gäste taten freundlich aber bestimmt ihre individuelle Meinung kund. Wir waren, zu diesem Zeitpunkt aber bereits mittendrin.

Die ersten Tage hatten wir noch unsere liebe müh mit der Underground, aber nach anderthalb Tagen hatten wir den Kniff raus und verfuhren uns nicht mehr. Schwarz gefahren sind wir aus technischen Gründen schon noch, wurden freundlich darauf hingewiesen und willkommen geheissen.

Und genau das ist mein schönstes London Erlebnis, die Menschen sind klasse! Egal welcher Herkunft, egal welchen Standes, multikulti, freundlich, zuvorkommend, beeindruckend.

Ich hab London zuletzt vor so 35 Jahren gesehen und es hat sich nichts geändert, die beeindruckenden Bauwerke sind noch da, der Müll ist noch da und die dickflorigen Teppiche wurden vermutlich noch nicht gesaugt. Aber die Stadt lebt, das muss man wirklich erlebt haben. Die Kinder haben mit den Ohren geschlackert.

Wir haben ein ganz gewöhnliches Sightseeing Programm abgearbeitet, sind trotz Over- und Underground jeden Tag deutlich über 10 km gelaufen. Sind Doppeldecker gefahren, haben überraschend gut gegessen und Silvester in einem kleinen griechischen Lokal verbracht, dessen Inhaber Albaner sind.

Nach fünf Nächten waren wir durch mit London, sind nach Folkstone ans Meer übersiedelt. Nach einem ersten Fehlgriff haben wir ein, nicht so ganz so baufälliges Hotel erwischt und noch einen tollen Tag mit internationalen Spezialitäten verbracht.

London ist mindestens eine Reise wert. London toppt Paris und Prag wegen den Menschen und macht wirklich Lust auf England.

Meinen Respekt 🏴‍☠️

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