Manchmal kommt es anders(t) wie man denkt

Für die vergangene Woche war viel geplant, Nele und ich wollten unter der Woche ins Kino, am Wochenende wollten wir Opa und Jutta besuchen. Aber es kam anders…

Vor gut 1,5 Woche bekam ich plötzlich, aber dafür umso heftiger, eine dicke Backe. Geprügelt habe ich mich nur einmal bis heute und das liegt schon zu weit zurück. Vor einiger Zeit hatte ich mich selbst kräftig und mehrfach ins Backenfleisch gebissen und so führte ich die dicke Backe lange darauf zurück.

Aber es wurde nicht besser, der Allgemeinmediziner ging nach meiner Beschreibung von einer zugebissenen Drüse aus, der HNO sollte das gegenprüfen. Hier kam dann der erste Verdacht auf, dass mehr dahinter stecken könnte und er verwies mich an einen Professor an der Universitätsklinik in Regensburg. Dort wurde schnell klar, dass ein ordentlicher Abszess dafür sorgte, dass meine Wange so straff wie selten war.

Ich dachte immer noch daran in wenigen Stunden das Krankenhaus wieder verlassen zu dürfen, als ich beim Anästhesisten ein Informationsgesprächs zu einer anstehenden Vollnarkose in Anspruch nehmen durfte.

Keine zwei Stunden nachdem ich in der Uniklinik ankam, hatte ich ein Zimmer und Utensilien die ich zu der anstehenden Operation anziehen sollte! Der Tag lief bis dahin eh nicht so gut, ich hatte das erstmal seit wirklich zig Jahren mein Handy nicht geladen und so war es genau jetzt leer. Ich fügte mich, ging in die Nasszelle und wollte mich vorbereiten. Das Nachthemd, die Strümpfe waren noch lösbar, nicht aber dieser Schlauch der nach einem innovativen Wischlappen aussah. Mein erster Zimmernachbar klärte mich auf Nachfrage aber auf und so trug ich zur Operation sogar die adäquate Unterwäsche!

Ich kann und mag meine Angst hier nicht beschreiben, aber das Anästhesieteam war ganz vorne mit dabei mir diese Angst zu nehmen. Ganz besonders möchte ich mich aber wirklich beim Bodenpersonal des UKR bedanken, die mir wirklich in jeder Situation und zu jeder Zeit toll geholfen und zur Seite gestanden haben!

Samstag lief es dann wieder richtig gut und ich wurde zu meiner Freude 1-2 Tage früher wie befürchtet entlassen. Es war schön zu sehen wie sich alle mit mir gefreut haben :-).

Danke an alle die sich um mich gekümmert haben! Meine Familie, die ich leider erst informieren konnte nachdem ich wieder Strom hatte, den Besuch, die Ärzte und Professoren, das Bodenpersonal und mein zweiter Zimmernachbar (ich hoffe es hat keine Operation gebraucht), aber auch den Menschen die über diesen Blog erkannt haben, dass was nicht stimmt und mir geschrieben haben.

Es ist Post unterwegs, Richtung C2, 50. Danke! Und wenn ihr mal in meiner Gegend seid oder da „wo wir gerade sind“ meldet euch über „Post an uns“, es wäre mir eine Ehre!

3 Kommentare

  1. Mensch Daniel,

    da wollte ich mal nur Deine Erfahrungen mit der CDF-26 nachlesen und stolpere dann darüber. Ich hoffe, die Genesung ist abgeschlossen, die Nachwirkungen der OP sind Geschichte und du kannst dich wieder den schönen Dingen widmen. Falls nicht, gute Besserung.

  2. Hallo Micha, hallo Jörg,
    freut mich von euch zu hören 😀.
    Das Problem ist, dass es mir ja nicht wirklich schlecht gegangen ist. Ich hatte „nur“ eine ordentlich dicke Backe. Und bis jetzt kann ich auch nicht über Nachwirkungen der OP klagen. Also freue ich mich einfach genauso wie davor 😉, hoffe aber mich in Zukunft etwas früher zu „wundern“.
    Danke & Gruß
    Daniel

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