Abschied von dem vermeintlichen Kauf eines Gastanks

Eine der größten Änderungen im Jahr 2013/14 verursachte die Umstellung unserer Heizung. Vor gut 17 Jahren unterschrieb ich einen Vertrag über den Kauf eines die einmalige Mietsonderzahlung eines Gastanks. Gezahlt habe ich gleich, die Probleme wurden erst später offensichtlich.

Die Höhe der Mietsonderzahlung entsprach dem Kaufpreis eines Gastanks, deswegen bin ich wohl etwas durcheinander gekommen. Klar wollte ich etwas mieten zu meinem Eigenheim, frei nach dem Motto, was geliehenes, was altes, ….

10 Jahre bestellte und zahlte ich Gas. Der Euro kam, der Gaspreis blieb konstant, nur die Währung änderte sich. Kein Problem, die Zahlen vor dem Komma kannte ich ja schon.

Irgendwann bin ich dann doch aufgewacht und fand Wege um mit schriftlichen Angeboten meinen persönlichen Gaspreis fast zu halbieren. Zwar hatte ich einen gemieteten Gastank und war an meinen Lieferanten gebunden, aber mit den günstigeren Angeboten konnte dieser die Lieferung ausschlagen oder den Preis senken. Und mein Vertragspartner konnte den Preis ordentlich senken, lieferte trotzdem. Meine Freude über die späte Erkenntnis war leicht getrübt.

Das Spiel ging einige Jahre gut in denen ich wieder realistische Energiepreise (auf sparsame Heizkosten hatte ich das Haus längst getrimmt) hatte. Nun kam das Jahr 2013 und die Befüllung des gekauftmieteten gemietkauften Gastanks stand an.

Neue Sparringpartner für schriftliche Angebote suchen, eine schon verinnerlichte Übung. Aber was war das? Keiner der Kontakte wollte noch schriftliche Angebote abgeben, kein neuer Lieferant wollte, ohne (schriftlichen) Eigentumsnachweis am Gastank ein Angebot abgeben.

Mir schwante übles und es sollte sich bewahrheiten: ich hatte keine Konkurrenzangebote und der Verkäufer Vermieter meines Gastank schlug zu. Also nahm ich Gas nur in einer homöopathischen Dosis ab, verbunden mit dem Aufpreis für das kleine Fläschchen.

Das Problem erledigte sich aber dann, den die Heizung machte noch am ersten Tag des Starts in den Winter 2013/14 schlapp. Unter den aktuellen Eindrücken war mein Interesse die Heizung aufwendig reparieren zu lassen nun auch eher gering.

Hatte ich meine einmalige Mietsonderzahlung zuletzt 2006 gekündigt (damals musste ich aber kleinlaut aufgeben), hätte ich den Tankinhalt nach Kosten für die Absaugung noch erstattet bekommen. 2013 darf ich das Absaugen zahlen, mein Lieferant hätte das Gas großzügig für mich „entsorgt“. Verheizt hat das Gas jetzt ein Freund.

Zum Ende der Laufzeit des gekündigten Vertrages habe ich nun ein schönes Herbstwochenende genutzt und den Tank ausgegraben. Erst mit sehr kleinen Schaufeln, dann mit der Hand. Mein Vermieter fordert ja eine Handschachtung und droht mir die Reparatur zu berechnen wenn ich die Schmutzschicht des gut 17 Jahre alten Tanks beschädigt wird. Meine Sammlung an Rechnungen zum Gastank will ich aber wenn möglich nicht mehr erweitern, sondern lieber entsorgen.

Und dann war es soweit, der Tank wurde gegen eine geringe Gebühr abgeholt. Die Selbstanlieferung hat der Anbieter leider durch zusätzliche Servicepauschalen wie „Einlagerungsgebühr“ und „Berabeitungsgebühr“ extrem unattraktiv gemacht, sonst hätte ich das Geld lieber in eine Anhängerkupplung investiert.

Aber nun ist er weg und ich kaufe unsere Energie in kleinen Säcken, in Mengen die ich selbst entscheiden kann und auch den Händler suche ich mir frei aus 🙂

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